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Projekte von Braille Ohne Grenzen in Indien und Tibet

 
Region:Kerala, Indien
China, Volksrepublik, Asien
Thema:Blindenhilfe
Hilfe zur Selbsthilfe
Laufzeit:06/1998 - 
Initiator:Förderkreis Blinden Zentrum Tibet - Braille Ohne Grenzen e.V.
Projekte von Braille Ohne Grenzen in Indien und Tibet
 

 

            Kanthari - neues Leadership-Training für Social Changemakers

                            Der nächste Kanthari-Kurs startet im Mai 2018

 

Ausbildungsinstitut Kanthari in Trivandrum / Indien

Das Ausbildungsinstitut Kanthari (ehemals IISE) spezialisiert sich auf die Ausbildung zukünftiger Gründer von Projekten, deren Ziel es ist, einen Wandel hinsichtlich der Stellung behinderter Menschen und anderer sozialer Randgruppen in der Gesellschaft herbeizuführen.

Die Teilnehmer sollen in irgendeiner Form schon herausragende Lebensanforderungen bewältigt haben, sei es, dass sie erfolgreich mit dem Verlust ihres Augenlichts oder anderer Behinderungen umzugehen gelernt haben, oder auch sich erfolgreich den Problemen gestellt haben, die aus Armut, Krieg, Diskriminierung und Ausbeutung erwachsen. Sie sollen bereit sein, sich für die Verbesserung der Lebensumstände, der eigenen und der anderer, zu engagieren.

Die Teilnehmer müssen im Vorfeld eine eigene Projektidee entwickelt haben, die sie mit Hilfe der hier erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten umsetzen wollen.
Während des siebenmonatigen Programms erwerben die Teilnehmer alle Fertigkeiten, die für die Leitung sozialer Projekte notwendig sind.

Dazu gehören Fähigkeiten der Projektplanung, des Erstellens von Haushaltsplänen, Buchhaltung, Computerarbeit mit offener Software-Technologie, Spendenwerbung und Übung im öffentlichen Auftreten und Reden. Der Unterricht wird von qualifizierten Experten geführt. Um die Qualität der siebenmonatigen Ausbildung zu gewährleisten, ist die Zahl der Teilnehmer auf maximal 20 pro Kurs beschränkt. Ab 2013 werden zwei Kurse pro Jahr angeboten.

Die Ausbildung findet in Englisch statt. Englischkenntnisse in Sprache und Schrift sind somit Voraussetzung.

Weitere Informationen: www.kanthari.org

 


Weitere Projekte:


Blindenschule in Lhasa / Tibet

Im Mai 1998 eröffneten Sabriye Tenberken und Paul Kronenberg eine Vorschule für blinde Kinder. Sechs blinde und stark sehgeschädigte Kinder zwischen 6 und 12 Jahren wurden aus verschiedenen Regionen Tibets nach Lhasa geholt. Sie kamen mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Keines hatte bisher eine Schule besucht. Gemeinsam aber lebten sie sich schnell ein. Das Projekt wurde Schritt für Schritt zusammen mit der Tibetan Disabled Person's Federation (TDPF) aufgebaut und weiter entwickelt. Die Organisation Tibetan Disabled Person's Federation (TDPF) ist eine Unterorganisation des Chinesischen Behindertenverbandes.
                      
                                                             Zeichen des tibetischen Braille-Schrift-Systems,
                                                                entwickelt 1992 von Sabrye Tenberken


Mittlerweile wird die Schule von dem ehemaligen Schüler Nyima erfolgreich geleitet.
Die Internatsschule
Da die Auszubildenden aus ihrem täglichen Umfeld herausgenommen werden, lernen sie neue Techniken in unbekannten Situationen anzuwenden. Zudem bietet das Blinden-Zentrum für sehgeschädigte und blinde Menschen eine Möglichkeit, sich während ihrer zwei- bis dreijährigen Ausbildungszeit über ihre Erfahrungen und Probleme in der Welt der Sehenden mit anderen Blinden auszutauschen.
Inhalt des vorbereitenden Grundschul-Trainings
Die Kinder erhalten ein Training in unterschiedlichen Blindentechniken. Dazu gehört die Orientierung im Raum und in der näheren Umgebung der Schule, der Gebrauch des Blindenstocks, Essen mit Stäbchen und grundlegende hygienische Fertigkeiten. Zudem werden sie im Lesen und Schreiben der tibetischen, chinesischen, englischen und mathematischen Braille-Schrift unterrichtet. Neben den Blindenschrift-Techniken erlernen sie die Grundlagen der chinesischen und englischen Umgangssprache. Je nach Alter und Fortschritt werden die Kinder in eine Frühförderungs-, eine Orientierungs- oder eine Vorbereitungsstufe eingeteilt. Nach ein bis zwei Jahren sind sie dann auf die Eingliederung in reguläre Grundschulen vorbereitet und können sich selbst integrieren.

Über lokale Radio-Stationen und über Mundpropaganda erfahren auch immer mehr Menschen in entfernten ländlichen Gegenden von der Blindenschule.

Seit 2003 gibt es darüber hinaus eine Berufsausbildungklasse.

Trainingsfarm in Shigatse / Tibet

Die Farm ist ein Trainingszentrum zur Berufsausbildung von Blinden im Bereich ökologischen Ackerbaus und ökologischer Viehzucht. Außerdem können blinde und sehgeschädigte Menschen das Teppichweben und -knüpfen, das Stricken, die Käse- und Brotherstellung erlernen.
Mittlerweile werden die auf der Farm hergestellten Produkte verkauft und tragen so zur Deckung der laufenden Kosten bei. Neue Gebäude konnten für die Biobäckerei und die Käserei errichtet werden.

Seit Kurzem wird auf der Farm von einem blinden Schüler des Blinden-Zentrums in Lhasa ein Musikzentrum aufgebaut. Aus dem Schüler ist ein professioneller Damnyiae-Spieler geworden. Damnyiae ist eine Art tibetischer Gitarre.

Neben den Auszubildenden lebt auch eine Anzahl unserer blinden Kinder auf der Farm, die sich selbst in die benachbarte öffentliche Grundschule integriert haben. Statt in Schulinternaten aufzuwachsen wohnen sie auf der Farm und bringen viel Lebendigkeit dort hinein.

In Planung in Trivandrum / Indien


Vorschulkindergarten
CSI (Center for Social Innovation)

Eine vorbereitende Grundschule für blinde Kinder angelehnt an das Konzept der Blindenschule in Lhasa/Tibet

CSI (Center for Social Innovation)
Herstellung von hochwertigen Lowcost-Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderungen als "Open Source Hardware" entwickelt und angefertigt. Im Gegensatz zu patentgeschützten Systemen darf bei "Open Source Hardware" jeder weiter entwickeln, muss aber seine Verbesserungen allen zur Verfügung stellen.
 

Ansprechpartner:

Weiterführende Information zum Projekt:

 

Projektfinder:

 

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Frage
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 Ich würde es sogar unterstützen
 Eigentlich nicht
FrageSollte soziales Engagement eher im Stillen wirken?
 Gerade dafür muss man werben
 Gut ist, was mehr bewegt
 Ja

 

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