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Unesco-Auszeichnung und neue Familienprojekte

 
Region:Davao, Mindanao, Philippinen
Thema:Armut lindern
Schulbesuch ermöglichen
Schulpatenschaften
Laufzeit:06/2011 - 
Initiator:Privatschule St.Maximin, Trier
Unesco-Auszeichnung und neue Familienprojekte
 

 

            Unesco-Auszeichnung und neue Familienprojekte

 

                     UN-Dekade-Projekte für 2012-2013

                            "Angalan" und "AngPau2"  

Wir hatten zu Beginn dieses Jahres die umfangreichen Bewerbungsunterlagen für die Projekte „Angalan“ und „AngPau“ der Deutschen UNESCO Kommission mit dem Ziel eingereicht, als UN-Dekadeprojekte für die Jahre 2012 und 2013 anerkannt und ausgezeichnet zu werden. Beide Projekte wurden  intensiv geprüft und schließlich ausgezeichnet! Zur Info: Seit Beginn dieser Aktion der Vereinten Nationen wurden in Deutschland 1.517 Projektauszeichnungen vergeben. Davon nur 51 in Rheinland Pfalz. „Angalan“ erhielt jetzt die 4. Auszeichnung (2006/2007 – 2008/2009 – 2010/2011 und jetzt 2012/2013).

 

Nur 25 Projekte in ganz Deutschland wurden bisher zum vierten Mal ausgezeichnet ,„Angalan“ ist mit dabei und ist hierbei bundesweit die einzige Schule!

 

Die Deutsche UNESCO Kommission hat den Bundestagsabgeordneten Manfred Nink mit der Überreichung der Urkunden, Siegel und Flaggen an St. Maximin UND an St. Paulin beauftragt.

 In einer Feierstunde  in der Ehemaligen Reichsabteikirche St. Maximin hat Herr Nink vor allen Schülern der Privatschule St. Maximin (ca. 430), allen Mädchen und Jungen der Bischöflichen Grundschule St. Paulin (ca. 200) und den beiden Lehrerkollegien die Auszeichnungen vorgenommen.

Erstmals treffen sich so auch alle Mädchen und Jungen der beiden Schulen, die sich sowohl in schuleigenen als auch in kooperativen Philippinen-Projekten engagieren.

 

                                         Herr Wengenroth, Konrektor und Projektleiter

Seit der Gründung vor zwölf Jahren wurde viel erreicht: Insgesamt 34 kleinere und größerte Projekte konnten umgesetzt werden. So wurde z.B. eine Grundschule mitten im philippinischen Urwald aufgebaut. Mehr als 1.600 Kinder konnten die Schule besuchen. Zudem wurden 14 Schulpatenschaften übernommen und mehr als 2.500 Kilogramm Reis gespendet.

Seit 2010 arbeiten St. Maximin und die Bischöfliche Grundschule St. Paulin zusammen an der Verwirklichung der Projekte.

Anwesend waren auch Frau Renate Bach als Vertreterin der Schulabteilung des BGV, die Elternvertretungen beider Schulen, der Triereische Volksfreund, Paulinus, 16vor.de und der Radiosender RPR1.

 

        

       Die Schüler sind stolz auf ihr Projekt und freuen sich über die Auszeichnung.         

 

                                       Neue Familienhilfsprojekte


Ziel eines jeden Projekts ist es, dass sich Familien langfristig  durch ein geregeltes Einkommen ohne Unterstützung eine eigene Existenz aufbauen können und der Schulbesuch von Kindern ermöglicht wird.

                       Angalan-Projekt SariSari-Store

Familie Lumpayao lebt mit ihren 4 Kindern in einem Elendsviertel von Davao. Der Vater versuchte durch ein täglich angemietetes Trysikad (Fahrradtaxi) die Familie zu ernähren. Das „Einkommen“ reichte hinten und vorne nicht. Immer wieder wurden sie von Vermietern rausgeworfen und „wohnen“ jetzt endlich in einem 6 m² großen Raum ohne Fenster!
Neue Verkehrsregeln verbieten Fahrradtaxifahrten auf Straßen. Der Verdienst von Herrn Lumpayao wurde dadurch noch geringer, denn er durfte nur noch in den Bereichen der Elendsviertel fahren. Die Familie hatte ständig Hunger, die Kinder bettelten in der Nachbarschaft um Essen.
In dieser auswegslosen Situation ließ sich Herr Lumpayao zu einer riesigen Dummheit hinreißen: Eine „Gang“ überredete ihn, bei einem Einbruch in eine Millionärsvilla als „Aufpasser“ mitzumachen. Alle wurden erwischt, eingesperrt und wegen Einbruch, Diebstahl und Körperverletzung jeweils zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Kein Geld für einen Rechtsanwalt, der staatliche Verteidiger ist ohne großes Interesse und ohne Engagement! 

Frau Lumpayao und ihre 4 Kinder (4 -10 Jahre alt) leben alleine ohne Vater und ohne Einkommen in dem  6 m² großen „Raum“. Kein Fenster, kein Strom, und kein  Licht. Die Miete können sie auch nicht mehr bezahlen.
 
Die Kinder betteln mittlerweile um Essensreste, Wasser, Trinkwasser und alte Kleidungsstücke. Keine Schule! Keine Zukunft!

Die Familien Dayola und Samar, denen wir von St. Maximin aus in der Vergangenheit geholfen hatten,  haben uns auf das Schicksal dieser Familie aufmerksam gemacht. Ihnen wurde geholfen - und auch sie helfen deshalb momentan so gut es halt mit ihren selbst sehr bescheidenen Mitteln geht.  Sie spendieren Wasser und passen z.B. auf die Kinder auf, während die Mutter versucht, durch Wäschewaschen etwas Geld zu verdienen.

Direkthilfen: 16,- Euro für die Miete und 20,- Euro  „zum Leben“ erhält die Familie ab sofort monatlich, vorübergehend finanziert durch die Konzertspende des Musikvereins Tarforst.  Dies so lange, bis das Projektziel „SariSari Store“ eventuell erreicht ist! Durch den Verkauf von „Kleinlebensmittelmengen“ könnte eine eigene Existenz aufgebaut werden.  Auch an den Erwerb eines eigenen „Wohnraums“ im Elendsviertel haben wir bei diesem Projekt gedacht, so dass die Familie ohne Ängste vor möglichen Mietrückständen auch ohne Papa leben kann. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie diesen Kindern und ihrer Mutter helfen. Vielleicht klappt es ja auch, den Kindern die Schule bzw. den Kindergarten zu ermöglichen!  

Weiterer Projektverlauf:
Das Projekt "SariSari - Papa ist so lange weg" hat bei vielen Mädchen und Jungen in St. Maximin Betroffenheit, Mitgefühl und spontane Hilfsbereitschaft aus bewirkt! Es kamen so viele Spenden- und Hilfsgelder zusammen, dass wir uns im Elendsviertel nach einem SariSari-Store umsehen konnten, der eventuell GEKAUFT werden konnte. Und wir hatten großes Glück !!!

Ein SariSari-Store mit großem Wohnraum dazu und mit Strom- und Wasserleitungen wurde zum Kauf angeboten. Der Kaufpreis konnte geschickt heruntergehandelt werden, so dass wir den Laden für Frau Lumpayao kaufen konnten: Er ist mittlerweile mit allen nötigen Papieren gekauft und wird Frau Lumpayao im Sommer 2013 persönlich übereignet!

Frau Lumpayao ist überglücklich und wartet sehnlichst auf die Sommerferien in Deutschland, denn dann kann Herr Wengenroth vor Ort, zusammen mit dem Schreiner und den Angalan-Helfern, einen wichtigen Teil der Projektumsetzung, neben den renovierungsarbeiten,  in Angriff nehmen:

Abwiegen, Eintüten und Verkaufen müssen Frau Lumpayao, die nicht lesen und schreiben kann, gezeigt werden. Besonders das Umgehen mit Geld - für die Frau etwas ganz Neues - muss ihr eindringlich und immer wieder von unseren Angalan-Projekt-Helfern vor Ort gezeigt werden.

                           

                       Angalan Projekt "Oling - Kokoskohle"

Witwe Lydia Moring lebt in einem 8 m² großen angemieteten Raum. Dieser Raum dient als „Wohnung“ und Arbeitsstätte.

Jeden Tag kauft Frau Moring mit ihrer Tochter im Großhandel 10 Säcke Oling (Kokoskohle), die sie dann in kleine Portionen von Hand umgepackt. Hierbei helfen ihr ihre Tochter und die 3 Enkel.  Eine sehr dreckige Arbeit und der Kohlestaub ist äußerst ungesund.

Sind alle 10 Säcke in Einzelportionen umgepackt, wird alles in Körben von ihr und ihrer Tochter durch die Elendsviertel getragen und dort von Haus zu Haus angeboten. Einen eigenen Verkaufsstand im oder am örtlichen Palengke (Markt) kann sie sich nicht leisten.  Der Reinverdienst pro Sack Oling – wenn alles verkauft werden kann – beträgt 20 Peso (0,33 Euro).

Der maximale Tagesverdienst beträgt 200 Peso = 3,33 Euro. Frau Moring hungert oft. Meist kann sie sich nur Lugaw (Reissuppe) leisten. Ihrer Tochter, deren älterem Mann und ihren 3 Enkeln geht es ähnlich. 

Meist gibt es keine Arbeit, wenn, dann nur gelegentlich als Aushilfen, Wäscherin und/oder Tagelöhner.  

Als kleine Hilfe erhielt Witwe Moring 1000,- Peso überreicht und hat sich riesig darüber gefreut!

Mit dem Projekt „Oling - Kokoskohle“ versuchen wir von St. Maximin  aus der Witwe Moring, ihrer Tochter und den Enkeln eine eigene kleine Existenz aufzubauen.

Ein kleines Startkapital zur Anmietung eines größeren Wohnraumes mit abgetrennter Arbeitstätte und einem eigenen kleinen SarSari- Verkaufsladen. Vielleicht auch ein kleiner Nebenraum zur Lagerung von großen Olingsäcken (beim Kauf größerer Mengen erhält sie Rabatte, die ihren Verdienst entsprechend vergrößern würden).

Gerne würde Frau Moring dann auch die schulische Ausbildung ihrer Enkel mit unterstützen. Und gerade das ist es, was die Mädchen und Jungen aus St. Maximin als Hauptprojektziele immer vor Augen haben: Familien helfen durch „Hilfe zur Selbsthilfe und dadurch Kindern Schule zu ermöglichen!!


Ein Mädchen aus der 10. Klasse hatte Mitleid mit Frau Lydia Moring - wegen ihrer Zähne! Sie ließ anfragen, wie teuer es wäre, Lydia komplett neue Zähne zu ermöglichen. Für sage und schreibe 150 Euro ermöglichte unsere Schülerin Frau Moring neue Zähne! Riesige Freude bei der Witwe Lydia Moring! Ein völlig neues Wertgefühl für eine Frau, die so gerne lacht! Herzlichen Dank an die Schülerin der 10. Klasse!

 

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